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ERINNERE die Stadt

Always remember. Never forget

Always remember. Never forget ist ein Projekt von Spielen in der Stadt mit dem NS-Dokumentationszentrum München, das sich seit 2014 einer künstlerischen Erinnerungsarbeit widmet.

Die Teilnehmer*innen des Labs setzen sich aus Schüler*innen unterschiedlicher Schulen zusammen, die sich ein Jahr lang Zeit nehmen, sich gemeinsam mit Mitteln des Tanzes und Theaters mit der Zeit des Nationalsozialismus auseinander zu setzen.

Die Schüler*innen werden in dieser Zeit vom Unterricht befreit und tasten sich mit Unterstützung der Projektpartner, durch Gedenkstätten-, Ausstellungs- und Theaterbesuche, durch das Befragen von Zeitzeugen, durch Recherche in Archiven und an historischen Orten an die Thematik heran und entwickeln ihre eigenen Schwerpunkte. Es entsteht ein Raum, in dem eigene Zugänge und Herangehensweisen tänzerisch und spielerisch umgesetzt werden können. Mit Unterstützung von Tanz- und Theaterpädagog*innen wird das Unfassbare zu einer körperlichen Erfahrung, aus der eine künstlerische Interpretation und schließlich ein eigenes Stück entwickelt wird.

Im aktuellen Projekt „Always remember. Never forget – Ein Tanz- und Filmprojekt zur Erinnerung im öffentlichen Raum“ fragen sich Jugendliche aus verschiedenen Schulen, wie sie sich München – die Hauptstadt der Bewegung – erinnernd erobern können und was sie brauchen, um die Erinnerung im Stadtraum wach zu halten.

Die Jugendlichen werden vergessene Orte durch körperliche Präsenz und Performance im öffentlichen Raum erforschen und wieder sichtbar machen und sich auf diese Weise die Stadt erinnernd erobern. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf der Auseinandersetzung mit dem Gelände des ehemaligen „Judenlagers“ in Milbertshofen liegen, vom dem aus am 20.11.1941 der erste Transport von jüdischen Münchner*innen in die Ghettos und Vernichtungslager stattgefunden hat. Die Erkundung des Geländes und die Projektarbeiten vor Ort werden mit Unterstützung der BWM Group München, die verschiedene Firmengebäude auf der Fläche des Lagers gebaut hat, durchgeführt. Eine Besonderheit des Projekts ist, dass Schüler*innen der verschiedenen Schularten Gymnasium, Mittelschule und Berufsschule auf komplett freiwilliger Basis gemeinsam an einer Performance arbeiten, für die sie an 12 Exkursions- und Probentagen sowie für eine zweiwöchige Intensivprobenphase vom Unterricht befreit werden. Die abschließende Tanz- und Filmperformance wird im Juli 2021 im Rahmen des zwölften Tanz- und Theaterfestivals Rampenlichter zur Aufführung gebracht

Hier geht es zur ausführlichen Projektbeschreibung.

Gewinnen Sie einen Einblick in das Projekt „If you don’t know“ von 2019 über unser Video.

Fachtag
Lebendig erinnern mit Tanz und Theater

Sich an die Zeit des Nationalsozialismus zu erinnern ist heute – angesichts zunehmender rechtsradi-
kaler und antisemitischer Tendenzen in unserer Gesellschaft – wichtiger denn je. Doch auf welche Weise kann das geschehen, damit die Geschichte für Jugendliche tatsächlich eine Bedeutung für ihr Leben im Hier und Heute bekommt? Welche besondere Form der Zusammenarbeit mit Schulen ist für eine andere Art des Erinnerns nötig?

DOK.education präsentiert in Zusammenarbeit mit Spielen in der Stadt e.V., dem NS-Dokumentationszentrum München und dem Pädagogischen Institut München den Fachtag LEBENDIG ERINNERN und lädt Lehrkräfte, Schulklassen und medien-, tanz- und theaterpädagogisch interessiertes Fachpersonal ein, mit einem Best-Practice-Beispiel auf bestehende Erfahrungen zurückzugreifen.

Leider muss der Fachtag wegen der Corona-Krise ausfallen. Die Veranstaltung wird am 16.10.2020 nachgeholt. Hier finden Sie weitere Infos zum Fachtag.

Wir freuen uns sehr, dass der Dokumentarfilm von Julian Monatzeder über das von uns gemeinsam mit dem NS-Dokumentationszentrum München durchgeführte Projekt „If you don’t know“ in der Rubrik „Münchner Premieren“ auf dem diesjährigen DOK.fest München @home 2020 gezeigt wird.

Hier geht’s zum Trailer!

Den ganzen Film kann man dann in der Zeit des Festivals vom 6. bis zum 24. Mai sehen.

Im Projekt IF YOU DON‘T KNOW erarbeiteten neun Jugendliche aus zwei Münchner Schulen eine Tanz-Theater-Performance zur Frage nach Menschlichkeit in der NS-Zeit und heute.

Der projektbegleitende Dokumentarfilm von Julian Monatzeder zeigt die intensive inhaltliche und künstlerische Auseinandersetzung mit dieser schwerwiegenden Thematik aus der Sicht der teilnehmenden Jugendlichen. Das anschließende Fachgespräch lädt ein über die Bedeutung einer künstlerischen Erinnerungsarbeit zu diskutieren. In einem zweistündigen Tanz- und Theaterworkshop gibt es für eine Klasse die Möglichkeit, selbst erste Erfahrungen in der künstlerischen Annäherung an die NS-Zeit zu machen.

Das Angebot richtet sich an Schüler*innen ab der 7. bzw. 8. Jahrgangsstufe.

Fr, 16.10. | 9 – 13.30 Uhr
NS-Dokumentationszentrum München
Max-Mannheimer-Platz 1
80333 München

Informationen
Eintritt Film und Fachgespräch: 3 €
Eintritt Film, Fachgespräch und Workshop: 6 €
Anmeldung und Rückfragen

Lehrkräfte, die sich für diese Veranstaltung über das Pädagogische Institut anmelden, bekommen eine Fortbildungsbescheinigung für diesen vom PI zertifizierten Fachtag.

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